WM 2026 Rückblick 26. Juni — Dembélé-Gala & Kap Verdes Coup

Updated Juli 2026
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Es war einer dieser WM-Tage, an denen die Gruppen A bis I ihre letzten Geheimnisse preisgeben — und der 26. Juni 2026 hatte alles: einen Hattrick in 25 Minuten, einen Aussenseiter, der ein ganzes Turnier verzaubert, und eine Quotenbewegung, die das Favoritenbild neu sortiert. Aus Schweizer Sicht ist die Pflicht längst erfüllt — die Nati steht als Gruppensieger fest —, doch der Blick auf die restlichen Gruppen lohnt sich, weil sich hier der K.-o.-Baum füllt, in den die Schweiz bald hineinrutscht.

Ousmane Dembélé bejubelt einen seiner drei Treffer beim 4:1-Sieg Frankreichs gegen Norwegen
Ousmane Dembélé traf gegen Norwegen dreimal in den ersten 32 Minuten — und katapultierte sich ins Rennen um den Torschützenkönig.

Ich gehe die Spiele des Tages der Reihe nach durch, ordne ein, was das für die K.-o.-Runde bedeutet, und schaue am Ende auf die Quoten, die sich über Nacht spürbar verschoben haben.

Spieltag 3. Spieltag, Gruppen G/H/I (alle abgeschlossen)
Top-Resultat Norwegen – Frankreich 1:4
Geschichte des Tages Kap Verde erreicht als kleinste Nation je das WM-Achtelfinale
Quoten-Bewegung Argentinien zieht an Spanien vorbei auf Platz 2

Gruppe I: Dembélé dreht auf, Frankreich marschiert

Frankreich hat eine Botschaft gesendet. Beim 4:1 gegen ein munter durchrotiertes Norwegen brauchte Ousmane Dembélé ganze 32 Minuten, um die Partie zu entscheiden: Tore in der 7., 20. und 32. Minute — ein Blitz-Hattrick, wie ihn eine WM nur selten sieht, und einer der wenigen in der ersten Halbzeit erzielten WM-Hattricks überhaupt. Thelo Aasgaard hatte für Norwegen zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (21.), doch Désiré Doué setzte in der Nachspielzeit (90.+4) den Schlusspunkt.

Pikant: Trainer Didier Deschamps fehlte nach dem Tod seiner Mutter an der Seitenlinie, Assistent Guy Stéphan übernahm. Dass die Équipe Tricolore auch ohne ihren Chef derart souverän auftritt, sagt viel über die Tiefe dieses Kaders aus.

Frankreich gewinnt Gruppe I mit dem Maximum von 9 Punkten und +8 Toren. Norwegen folgt als Zweiter (6 Punkte), Senegal (3 Punkte, +2) hofft als Gruppendritter auf den Einzug über die Best-Thirds-Wertung.

Im zweiten Spiel der Gruppe liess Senegal beim 5:0 gegen ein früh dezimiertes Irak nichts anbrennen. Habib Diarra (4.), Ismaïla Sarr (56.), ein Doppelpack von Pape Gueye (59., 71.) und Iliman Ndiaye (82.) sorgten für klare Verhältnisse, nachdem Rebin Sulaka schon in der 13. Minute mit Rot vom Platz geflogen war. Für Senegal könnte dieses Torfestival am Ende über das Weiterkommen entscheiden — in der Best-Thirds-Tabelle zählt jedes Tor.

Dembélé selbst gab sich nach seiner Gala bescheiden: «I’m happy. It’s a unique and special moment for me.» (Ich bin glücklich. Es ist ein einzigartiger und besonderer Moment für mich.) Und mit Blick nach vorn: «We have to stay focused. It was an important game to top the group.» (Wir müssen konzentriert bleiben. Es war ein wichtiges Spiel, um die Gruppe zu gewinnen.)

Gruppe H: Spanien müht sich, Kap Verde schreibt Geschichte

Spanien steht im Achtelfinale, aber der Auftritt liess Fragen offen. Ein 1:0 gegen Uruguay, das einzige Tor durch Álex Baena (42.) — mehr war gegen die defensiv eingestellten Südamerikaner nicht drin. Es reichte zum Gruppensieg (7 Punkte), doch die Leichtigkeit der ersten beiden Spiele fehlte. Genau diese mühsame Vorstellung hat übrigens auch die Buchmacher beschäftigt (dazu unten mehr).

Die eigentliche Geschichte des Tages schrieb aber Kap Verde. Das 0:0 gegen Saudi-Arabien genügte dem Turnier-Debütanten, um als Gruppenzweiter ins Achtelfinale einzuziehen — ungeschlagen, mit drei Remis. Damit ist Kap Verde die bevölkerungsmässig kleinste Nation, die je das K.-o.-Stadium einer Männer-WM erreicht hat. Eine halbe Million Einwohner, ein Inselstaat im Atlantik — und mitten unter den besten 32 der Welt.

Frankreich (Gruppe I)
Perfekte 9 Punkte, +8 Tore, Dembélé im Hattrick-Rausch. Topfavorit, der seinen Status untermauert.
Kap Verde (Gruppe H)
Ungeschlagen ins Achtelfinale — die kleinste Nation der WM-Geschichte im K.-o.-Stadium.
Belgien (Gruppe G)
5:1-Gala gegen Neuseeland, Gruppensieg dank Tordifferenz vor Ägypten.

Trainer Bubista fand nach dem historischen Coup berührende Worte: «We are proud of having arrived at this stage. We have shown that we are a small country, but that we fight for the things that we want to achieve.» (Wir sind stolz, diese Phase erreicht zu haben. Wir haben gezeigt, dass wir ein kleines Land sind, aber für die Dinge kämpfen, die wir erreichen wollen.) Und selbstbewusst fügte er an: «I’ve always said that sooner or later Cape Verde would be on such a stage.» (Ich habe immer gesagt, dass Kap Verde früher oder später auf einer solchen Bühne stehen würde.)

Gruppe G: Belgiens Tor-Gala, Ägyptens Zittersieg im Fernduell

Belgien hat eindrucksvoll Selbstvertrauen getankt. Das 5:1 gegen Neuseeland war ein Schaulaufen: Leandro Trossard mit Doppelpack (28., 50.), dazu Kevin De Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (90.+4). Elijah Just gelang für die Kiwis nur der zwischenzeitliche Ehrentreffer (84.). Weil Ägypten parallel gegen Iran nur 1:1 spielte, zog Belgien dank der besseren Tordifferenz noch an den Ägyptern vorbei und gewann die Gruppe.

Für Iran war das 1:1 bitter und hoffnungsvoll zugleich: Mahmoud Saber hatte Ägypten früh in Führung gebracht (5.), Ramin Rezaeian glich postwendend aus (14.). Ein später «Siegtreffer» der Iraner wurde per VAR wegen Abseits zurückgenommen. Als Gruppendritter (3 Punkte) darf Iran weiter auf den erstmaligen Achtelfinal-Einzug über die Best-Thirds-Regel hoffen.

Was das für die Schweiz heisst

Aus Nati-Sicht ist der 26. Juni vor allem Beobachtungstag. Die Schweiz hat die Gruppe B bereits gewonnen und kennt ihren Weg ins Achtelfinale — die genaue Paarung entscheidet sich erst mit den letzten Gruppen J, K und L. Spannend ist der Tag dennoch: Mit Frankreich, Spanien und Belgien haben sich drei mögliche K.-o.-Gegner in Form gebracht. Und ein Schweizer mischt im Torjäger-Klassement munter mit — Johan Manzambi steht mit drei Treffern in der erweiterten Spitzengruppe.

Mehr zur Ausgangslage der Nati lesen Sie in unserer Gruppe-B-Übersicht und auf der Team-Seite zur Schweiz.

Die Quoten verschieben sich

Hier liegt die eigentliche Information für Wettende: Über Nacht hat sich das Titel-Tableau spürbar bewegt. Frankreich hat sich nach dem souveränen Gruppensieg von 5.00 auf 4.50 verkürzt und bleibt klarer Topfavorit. Der grössere Sprung gelang aber Argentinien — von 7.50 auf 6.50 — und damit zieht die Albiceleste an Spanien vorbei auf Platz 2 der Favoritenliste. Spanien ist nach dem zähen 1:0 gegen Uruguay leicht abgerutscht (6.50 → 7.00).

Titel-Favorit Quote (Stand 27. Juni) Bewegung
Frankreich 4.50 5.00 → 4.50 ▼
Argentinien 6.50 7.50 → 6.50 ▼
Spanien 7.00 6.50 → 7.00 ▲
England 8.00 unverändert
Portugal 11.00 unverändert
Brasilien 13.00 15.00 → 13.00 ▼

Quoten: OddsPortal-Aggregat (dezimal), Stand 27. Juni 2026, gegenüber dem Stand vom 25. Juni.

Rechenbeispiel: Quote 6.50 auf Argentinien × 20 CHF Einsatz = 130 CHF Auszahlung (inkl. Einsatz), sofern die Albiceleste den Titel holt.

Wer diese Bewegung handeln möchte, findet die Titelquoten der WM im Schweizer Markt unter anderem bei BetiBet und ZotaBet in CHF. Ich würde Argentiniens Verkürzung nicht blind nachlaufen — der Markt hat die perfekte Gruppenphase bereits eingepreist. Interessanter ist die Gegenüberstellung: Spanien zu 7.00 nach einem mühsamen, aber erfolgreichen Tag könnte für Geduldige der fairere Gegenwert sein.

  • Frankreich gewinnt Gruppe I mit 9 Punkten — Dembélé trifft dreimal in 32 Minuten.
  • Kap Verde zieht als kleinste Nation der WM-Geschichte ins Achtelfinale ein.
  • Belgien (5:1 gegen Neuseeland) schnappt Ägypten den Gruppensieg per Tordifferenz weg.
  • Argentinien überholt Spanien als zweiter Titelfavorit hinter Frankreich.
  • Die Schweiz steht als Gruppensieger fest; der Achtelfinal-Gegner klärt sich mit den Gruppen J/K/L.
Wer hat am 26. Juni die Gruppen gewonnen?
Frankreich gewann Gruppe I (9 Punkte), Spanien Gruppe H (7 Punkte) und Belgien Gruppe G (5 Punkte, dank besserer Tordifferenz vor Ägypten). Alle drei Gruppen sind nun abgeschlossen.
Warum ist Kap Verdes Achtelfinal-Einzug historisch?
Kap Verde ist die bevölkerungsmässig kleinste Nation, die je das K.-o.-Stadium einer Männer-Weltmeisterschaft erreicht hat — und das ungeschlagen, mit drei Unentschieden, beim ersten WM-Auftritt überhaupt.
Wie haben sich die Titelquoten verändert?
Frankreich verkürzte sich auf 4.50, Argentinien sprang von 7.50 auf 6.50 und überholte damit Spanien (jetzt 7.00). Stand der Quoten: 27. Juni 2026, dezimal.

Quellen (Spielberichte / Kontext): SRF Sport, Blick, Watson. Alle Tabellen-, Tor- und Quotenangaben mit Stand 26./27. Juni 2026.